{"id":49741,"date":"2026-03-03T13:07:00","date_gmt":"2026-03-03T13:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/nz27.nl\/2026\/01\/31\/anbau-ohne-chemie\/"},"modified":"2026-02-02T13:08:17","modified_gmt":"2026-02-02T13:08:17","slug":"anbau-ohne-chemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nz27.nl\/de\/2026\/03\/03\/anbau-ohne-chemie\/","title":{"rendered":"Anbau ohne Chemie"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"49741\" class=\"elementor elementor-49741 elementor-49722\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-558391b e-flex e-con-boxed cmsmasters-block-default e-con e-parent\" data-id=\"558391b\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;classic&quot;}\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b1677bd cmsmasters-block-default cmsmasters-sticky-default elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"b1677bd\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t\t<h4 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Bio-Betrieb NZ27 muss 'lean und mean' sein<\/h4>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d6ac2e0 cmsmasters-block-default cmsmasters-sticky-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"d6ac2e0\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Seit der Trockenlegung Anfang der 70er Jahre wurden auf dem Bio-Ackerbaubetrieb NZ27 in Zeewolde nie chemische Mittel eingesetzt. Und er steht noch. Ein Beweis, dass es geht, so Direktor David Egelmeers. In diesem Herbst erhielt er k\u00f6niglichen Besuch auf seinen &#8218;Urgr\u00fcnden&#8216;. Ein Interview von Tineke Hoekstra.    <\/p><p>Der K\u00f6nig sprach in seiner Rede mit Agrarunternehmern von einer &#8218;Nische&#8216;, und das stach Egelmeers: &#8222;Wir laufen hier im Polder mit der Nachhaltigkeit voran und sind innovativ t\u00e4tig. 15 % des Ackerbaus sind biologisch. Ich h\u00e4tte gerne geh\u00f6rt, dass wir zwar nicht die Gr\u00f6\u00dften sind, aber sicherlich keine Nische. Als Gastgeber sa\u00df ich nicht am Tisch und konnte nicht reagieren. Schade, eine verpasste Chance.&#8220;<\/p><p>Vor zwei Jahren \u00fcbernahm der 55-j\u00e4hrige David Egelmeers den Staffelstab von Douwe Monsma, der das Unternehmen mehr als 30 Jahre leitete und es zu einem wirtschaftlich und \u00f6kologisch gesunden Unternehmen entwickelte. Es war ein logischer Schritt, Egelmeers ist als biodynamischer Bauer ausgebildet und seit Jahren im Bio-Sektor t\u00e4tig, sowohl im Handel als auch in der Verarbeitung. Seine Sporen verdiente er sich unter anderem bei Odin, einer Genossenschaft f\u00fcr biologische Ern\u00e4hrung mit einem Gro\u00dfhandel und circa 40 Gesch\u00e4ften. Davor leitete er in Deutschland 14 Jahre lang sein eigenes Unternehmen und begleitete biologische Betriebe. Auch arbeitete er bei der internationalen Marke f\u00fcr biodynamische Landwirtschaft, Demeter, in Berlin.    <\/p><p><strong>Urgr\u00fcnde in der Zuiderzee<\/strong><\/p><p>Auf den &#8218;Urgr\u00fcnden&#8216; der ehemaligen Zuiderzee werden auf 210 Hektar auf biodynamische Weise Kartoffeln, Zwiebeln, K\u00fcrbisse, Erbsen, Bohnen, Kohl, Gras-Klee-Luzerne, Zuckermmais, Rote Bete, Knoblauch, Brokkoli, Bleichsellerie und Getreide angebaut &#8211; in einer Fruchtfolge von 1 auf 6 und 1 auf 12. Egelmeers: &#8222;Ich merke, dass man als biologischer Ackerbauer immer mehr Gem\u00fcse anbaut. Man wird ein Gem\u00fcsebauer.&#8220; <\/p><p>Das Unternehmen ist dar\u00fcber hinaus spezialisiert auf Bewahrung, Lagerung und Sortierung. Bei seinem Bauernhof stehen zwei gro\u00dfe Lagerscheunen. Ein Gabelstaplerfahrer f\u00e4hrt hin und her mit Kisten f\u00fcr den Transport. In \u00fcber 4.000 Kisten liegen in dieser Periode Zwiebeln, K\u00fcrbisse, aber vor allem Kartoffeln bereit f\u00fcr den Transport nach Agrico. NZ27 verarbeitet j\u00e4hrlich 8.000 Tonnen von 50 bis 70 Anbauern. Hinter den Scheunen entfaltet sich eine endlose offene Fl\u00e4che, auf der Windm\u00fchlen drehen. Auf einem Parzelle steht noch Rote Bete. Zusammen mit vier Bauern in der Nachbarschaft verarbeiten und verpacken sie die meisten Gew\u00e4chse selbst. Da sie f\u00fcr 25 % Anteilseigner am Anbaubetrieb Bio Brass sind, ist die Kette kurz.        <\/p><p><strong>Vollautomatische K\u00fcrbisernte<\/strong><\/p><p>Es arbeiten acht Menschen (sechs VZ\u00c4) bei NZ27. Zwei Monate pro Jahr hilft eine feste Gruppe Saisonarbeiter aus Rum\u00e4nien mit J\u00e4ten und dem Einbringen der Ernte. Die \u00c4cker werden mit Striegeleggen und Hackbalken bearbeitet. Qua Anbau k\u00f6nnen sie noch ohne den Einsatz von k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI).   <\/p><p>Seine j\u00fcngste Anschaffung ist eine K\u00fcrbisernntemaschine, die vollautomatisch die Fr\u00fcchte aufrafft und selbst in die Kiste legt. Es spart 14 Arbeitskr\u00e4fte. Doch die Innovation f\u00fcr den Unternehmer sitzt nicht enkel in Maschinen, sondern in noch mehr Zusammenarbeit in der kurzen Kette. Zusammenarbeit, es ist sein Leitmotiv. Das Unternehmen ist Skal-, Demeter- und GlobalGap zertifiziert und f\u00fchrt das G\u00fctezeichen PlanetProof. Die Audits besteht er m\u00fchelos.     <\/p><p><strong>Nie anders gewirtschaftet als biologisch<\/strong><\/p><p>Der Direktor hat nie anders gewirtschaftet als biologisch. In seinen jungen Jahren wollte er die Welt verbessern. Er wei\u00df nicht, was es ist, mit chemischen Bek\u00e4mpfungsmitteln zu arbeiten. Und dass sein Gew\u00e4chs anders dasteht, er weniger abkommt als bei einem g\u00e4ngigen Betrieb, ist sein Referenzrahmen. Er bekommt auch mehr Geld daf\u00fcr und es geht letztendlich um das Betriebsergebnis.    <\/p><p>Der Ackerbauer leitet NZ27 als ein gesch\u00e4ftlicher Manager von einem Mittel- und Kleinbetrieb. Um das Unternehmen voranzubringen, macht er Jahrespl\u00e4ne, finanzielle Begutachtungen. &#8222;Als Bauer und Unternehmer will man die Zahlen gut einsichtlich haben.&#8220; Sein Ziel ist es, das Unternehmen zukunftsbest\u00e4ndig zu machen durch &#8217;smart sustainable farming&#8216;. Das Unternehmen muss klimarobuster werden. Vorbereitet sein auf Wetterextreme.     <\/p><p>Mit gen\u00fcgend Ruhegew\u00e4chsen, Gr\u00fcnd\u00fcngern und Bodenverbesserern (Reparaturbemessung mit Naturgips) ist der Boden in gesunden H\u00e4nden. Kein einziger Nachbar hat Gras-Klee, aber er tauscht es gegen festen Mist, womit der Boden gef\u00fcttert wird; zirkul\u00e4r arbeiten durch Zusammenarbeit. <\/p><p><strong>Boden muss noch ges\u00fcnder<\/strong><\/p><p>Doch muss der Boden noch ges\u00fcnder und veerkrachtiger sein. Auf lange Sicht schaut er nach Wasserspeicherung und dem Wasserabf\u00fchrenden Verm\u00f6gen von Gr\u00e4ben. Daneben will er noch mehr auf Naturentwicklung setzen, beispielsweise mit naturfreundlichen Ufern. Und das Erbe bereichern mit Vergr\u00fcnung, das offene Landschaft passend ankleiden mit Hecken und B\u00e4umen. &#8222;Nein, es wird hier sicherlich kein Wald&#8220;, stellt er sofort.    <\/p><p>An Ehrgeiz kein Mangel. Das Unternehmen muss autonomer. Es liegen 1.400 Sonnenkollektoren auf den D\u00e4chern und es stehen vier Windm\u00fchlen auf dem Land, wof\u00fcr sie Gewinnbeteiligung bekommen. Energiespeicherung ist etwas f\u00fcr die Zukunft. Noch st\u00e4rker zirkul\u00e4r, strukturierter und effizienter. &#8218;Lean und mean&#8216; auf allen Fronten, aber dann auf &#8218;Urgrund&#8216;.     <\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-31fd7aa e-flex e-con-boxed cmsmasters-block-default e-con e-parent\" data-id=\"31fd7aa\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Interview f\u00fcr Boerderij; eine unabh\u00e4ngige Wochenzeitung f\u00fcr die Landwirtschaft.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":49725,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[81],"tags":[90,91],"class_list":["post-49741","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert","tag-agriculturelife","tag-agricultureworldwide"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49741","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49741"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49741\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49764,"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49741\/revisions\/49764"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/49725"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nz27.nl\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}